Stimmen
Was nach dem Gespräch übrig bleibt
Rückmeldungen beziehen sich auf konkrete Termine, Materialien und offene Fragen — nicht auf versprochene Renditen.
Nach der Prognose-Einordnung lag klarer auf dem Tisch, welche Modellannahmen zu einem europäischen Nebenwerte-Index stillschweigend mitliefen. Die Unsicherheit blieb — aber sie war benannt.
Im Seminar wirkte die Backtesting-Übung zunächst trocken. Am Ende hatte ich eine Checkliste für meine eigenen Notizen: Datenfenster, Look-ahead-Risiko, und ob die KI überhaupt Regimewechsel erwähnt.
Das Briefing zu den Sentiment-Texten war hilfreich, kam aber zwei Tage später als erhofft — für den Familienrat am Sonntag war das eng. Inhaltlich hat es die Diskussion trotzdem beruhigt.
Ich hatte erwartet, dass man mir sagt, welches Modell „richtig“ liegt. Stattdessen haben wir die Grenzen der Punktprognose durchgesprochen. Das war weniger spektakulär und genau das, was ich brauchte.
Fallskizze: Drei KI-Kursziele, ein Depot
Eine Klientin brachte drei voneinander unabhängige KI-Zusammenfassungen zu demselben Indexfonds mit. In der Prognose-Einordnung sortierten wir nach Datenstand, betrachteter Volatilität und fehlenden Szenarien für Zinsüberraschungen.
Ergebnis: Keine der drei Quellen widersprach den anderen offen — aber zwei verschwiegen das Konfidenzband. Die Klientin entschied sich, vor einer Umschichtung erst den eigenen Anlagehorizont schriftlich festzuhalten.
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